Amt der Oö. Landesregierung
4021 Linz • Landhausplatz 1
Telefon (+43 732) 77 20-0 | E-Mail post@ooe.gv.at
corona.ooe.gv.at | www.land-oberoesterreich.gv.at

Landeswappen Oberöstereich

COVID-19 Infektion

Behandlungsmöglichkeiten

Für Betroffene stehen Medikamente bei nicht ausreichender Immunantwort und Medikamente zur Therapie bei SARS-CoV-2 zur Verfügung. Die Impfung ist zur Vermeidung einer schweren COVID19-Erkrankung, einer Hospitalisierung oder von erkrankungsbedingten Langzeitfolgen eine effektive Möglichkeit. Sollte es dennoch zu einer Erkrankung kommen wie z.B. bei Personen mit nicht ausreichender Immunantwort auf die Impfung, steht für Betroffene mit erhöhtem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf auch eine medikamentöse Therapie zur Verfügung.

Medikationstherapie nach positivem SARS-CoV-2 PCR Testergebnis

Für die Behandlung einer SARS-CoV-2 Infektion steht derzeit eine medikamentöse Therapie zur Verfügung, welche die Wahrscheinlichkeit eines schweren Krankheitsverlaufs (Krankenhausaufnahme, Notwendigkeit eines Intensivstationsaufenthalts, tödliche Verläufe) deutlich reduzieren kann. Die Behandlung sollte so schnell wie möglich nach der Diagnose von COVID-19 und innerhalb von fünf Tagen nach Symptombeginn erfolgen.

In klinischen Studien zeigt sich eine Wirksamkeit von bis zu 89 Prozent in der Verhinderung von Spitalsaufnahmen und Todesfällen durch Covid-19 bei Risikopersonen. Nach einem Beratungsgespräch mit der Hausärztin oder dem Hausarzt wird bei Bedarf ein Rezept ausgestellt (kostenfrei). Die Tabletteneinnahme kann zu Hause erfolgen und erfolgt fünf Tage lang.

Sollten Sie ein positives PCR Testergebnis für SARS CoV-2 erhalten und einer oder mehrere der folgenden Risikofaktoren auf Sie zutreffen, nehmen Sie bitte umgehend mit Ihrer Hausärztin/ Ihrem Hausarzt Kontakt für ein Beratungsgespräch auf.

Risikofaktoren:

  • Alter > 50 Jahre
  • Unvollständiger Impfstatus
  • Diabetes mellitus Typ 1/Typ 2
  • Bluthochdruck
  • Krebserkrankung
  • Gefäßerkrankung
  • Trisomie 21
  • Demenz
  • Übergewicht mit einem Body-Mass-Index (BMI) größer 30
  • chronische Nierenerkrankung / speziell mit Dialysepflicht
  • Schlaganfall (in den letzten Jahren)
  • Herzinfarkt (in den letzten Jahren)
  • chronische Lungenerkrankung
  • chronische Lebererkrankung
  • Immunsuppression

Für eine medikamentöse Therapie müssen folgende Kriterien erfüllt sein:

  • mittels PCR-Test nachgewiesene Infektion mit dem SARS-CoV-2 Virus
  • fehlende oder milde Krankheitssymptome
  • Verabreichung des Medikaments innerhalb von 5 Tagen nach Symptombeginn bzw. positivem PCR-Test
  • Lebensalter über 18 Jahre

Vorbeugende medikamentöse Therapie für Personen mit Immunschwäche

Für Personen mit moderater bis schwerer Immunschwäche (Erkrankung, Einnahme von immunsuppressiven Medikamenten), die möglicherweise keine ausreichende Immunantwort auf eine COVID-19 Impfung zeigen können, sowie für Menschen, für die eine COVID-19 Impfung nicht empfohlen wird, ist das Medikament Evusheld zugelassen. Dieses Präparat wird vor einer Infektion mit dem Virus mit zwei Spritzen intramuskulär verabreicht. Die Behandlung erfolgt in den Krankenhäusern und sorgt dafür, dass für einen Zeitraum von 6 Monaten schützende Antikörper vorhanden sind.