Amt der Oö. Landesregierung
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COVID-19 Infektion

Behandlungsmöglichkeiten

Im Falle einer Infektion können COVID-19-Medikamente bei frühzeitiger Einnahme schwere Erkrankungen und damit eine eventuelle Spitalsbehandlung oder sogar einen tödlichen Verlauf verhindern bzw. deutlich mindern. Die Behandlung muss so schnell wie möglich und jedenfalls innerhalb von fünf Tagen nach dem ersten Auftreten von Symptomen beginnen.

Welche Medikamente gibt es?
Derzeit stehen in Österreich unterschiedliche Medikamente zur Behandlung von COVID-19 zur Verfügung. Paxlovid und Lagevrio sind Tabletten zur oralen Einnahme, welche von der Hausärztin/vom Hausarzt rezeptiert werden und in den öffentlichen Apotheken erhältlich sind. Die Einnahme der Tabletten erfolgt zu Hause über einen Zeitraum von fünf Tagen. In einer Spezialambulanz werden Infusionen (Xevudy, Regkirona) nach ärztlicher Überweisung verabreicht. Weiters ist das spezielle Präparat Evusheld in Form einer Injektion als vorbeugende medikamentöse Therapie für Personen mit Immunschwäche (nähere Information siehe unten) vorgesehen.

Wem werden die Medikamente empfohlen?
Die Medikamente sind vor allem für

  • Personen im höheren Alter,
  • Personen mit chronischen Erkrankungen (z.B. Diabetes),
  • Personen mit Übergewicht und
  • Personen mit geschwächtem Immunsystem aufgrund von Erkrankungen bzw. der Einnahme von immunsuppressiven Medikamenten empfohlen.

Lassen Sie sich schon jetzt beraten!
Um im Bedarfsfall keine Zeit zu verlieren, informieren Sie sich deshalb bereits jetzt bei Ihrer Hausärztin / Ihrem Hausarzt - auch ohne positiven Test. Falls Sie keine Hausärztin / keinen Hausarzt haben oder diese / diesen nicht erreichen, melden Sie sich telefonisch bei der Gesundheitsnummer 1450. Hier kann eine Weitervermittlung an eine Ärztin / einen Arzt erfolgen.  
Nach einem Beratungsgespräch mit der Hausärztin oder dem Hausarzt wird bei Bedarf ein Rezept ausgestellt (kostenfrei) oder die Überweisung in eine Spezialambulanz veranlasst.

So komme ich zum Medikament
Die Behandlung sollte so schnell wie möglich nach der Diagnose von COVID-19 und innerhalb von fünf Tagen nach Symptombeginn erfolgen.

Sollten Sie ein positives PCR-Testergebnis (oder ein positives Antigen-Testergebnis beim Arzt) für SARS CoV-2 erhalten und im Vorfeld bereits ein medizinisches Beratungsgespräch geführt haben, kommen Sie mit Hilfe Ihrer Hausärztin / Ihres Hausarztes und Ihrer Apotheke in kurzer Zeit zum für Sie passenden COVID-19 Medikament. Wenn Sie noch kein ärztliches Beratungsgespräch hatten, melden Sie sich umgehend bei Ihrer Hausärztin / Ihrem Hausarzt.

Vorbeugende medikamentöse Therapie für Personen mit Immunschwäche
Für Personen mit moderater bis schwerer Immunschwäche (durch Erkrankung oder die Einnahme von immunsuppressiven Medikamenten), die möglicherweise keine ausreichende Immunantwort auf eine COVID-19 Impfung zeigen können, sowie für Menschen, für die eine COVID-19 Impfung nicht empfohlen wird, ist das Medikament Evusheld zugelassen. Dieses Präparat wirkt vorbeugend und wird vor einer Infektion mit zwei Spritzen intramuskulär verabreicht. Die Behandlung erfolgt in den Krankenhäusern und sorgt dafür, dass für einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten schützende Antikörper vorhanden sind.